{"id":154,"date":"2011-10-04T16:00:44","date_gmt":"2011-10-04T15:00:44","guid":{"rendered":"http:\/\/michi-arenas-forero.de\/?p=154"},"modified":"2011-10-04T16:06:21","modified_gmt":"2011-10-04T15:06:21","slug":"challenge-henley-on-thames","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/michi-arenas-forero.de\/?p=154","title":{"rendered":"Challenge Henley on Thames"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\">Sehr viel habe ich nicht zwischen Challenge Roth und Challenge Henley von mir h\u00f6ren lassen. Dies hatte auch so seine Gr\u00fcnde.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Direkt nach dem Challenge Roth g\u00f6nnte ich mir erst einmal 2 Wochen Ruhe, um mich von dem Rennen so gut wie m\u00f6glich zu erholen, denn bis Henley blieb f\u00fcr mich nicht allzu viel Zeit. Die ersten Tage nach meinem Trainingsstart verliefen sehr gut. Doch in der zweiten Belastungswoche merkte ich ein leichtes Ziehen an meiner Wade, wenn ich laufen war. Somit reduzierte ich schnellst m\u00f6glich das Laufen um nicht zu viel Risiko einzugehen. Die Zeit bis Henley war knapp und ich wollte zudem f\u00fcr die schwere Radstrecke noch einen Reiz auf dem Rad setzten. Daher fuhr ich heuer das 1. Mal bei den Radfreunden bei der 3 Tagestour mit. In 3 \u00bd Tagen fuhren wir im S\u00fcdtirol \u00fcber 600km mit ca. 14 000 HM. Kraftausdauer und Grundlagentraining stand da im Vordergrund und ich denke, dass sich die Tour auch ausbezahlt machte.Leider wurden nur die Probleme in der Wade nicht besser und es zog sich Richtung Achillessehne. Diese bereitete mir soviel Probleme, dass ich mittlerweile auf das Laufen verzichtete.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">So bereitete ich nicht nur Matthias, meinem Trainier und mir einige Schwei\u00dfausbr\u00fcche, sondern auch meinem Masseur Helmut Hoga und Physio J\u00f6rg Brenn. Rainer Wittmann, Physiotherapeut aus Hilpoltstein zog ebenfalls noch alle m\u00f6glichen Register und dank aller verbesserte sich meine Reizung schlagartig.Zwei Wochen vor Henley bekam ich jetzt endlich die Probleme in den Griff. Ich dachte mir, wenn es gut geht, dann werde ich trotz fehlendem Lauftraining ein gutes Rennen machen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Am Mittwoch vor dem Rennen reiste ich mit meiner Partnerin Nury in Henley on Thames an. In einem wundersch\u00f6nen B&amp;B, direkt an der Radstrecke, w\u00fcrden wir die n\u00e4chsten Tage verbringen. Der perfekte Ort, um sich noch f\u00fcr das Rennen zu erholen. Die Bev\u00f6lkerung in und um Henley ist unwahrscheinlich nett und zuvor kommend. Dazu ist das komplette Orga &#8211; Team des Challenge Henley unwahrscheinlich lieb und gastfreundlich. Sie w\u00e4hlten einen perfekten Ort mit einer herrlichen Strecke, die es ganz sch\u00f6n in sich hat, f\u00fcr das Rennen aus. Die Tage vor dem Rennen waren f\u00fcr englische Verh\u00e4ltnisse mehr als super. Nur am Samstag gab es hin und wieder Schauer, aber wir hatten immer so um die 18\u00b0 Grad und die Prognose f\u00fcr Sonntag war ebenfalls sehr gut.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Als ich am Sonntagmorgen aus dem Haus ging, dachte ich erst, dass ich ganz sch\u00f6n aufgeregt sein muss, da es mir schlagartig kalt wurde ich fast schon zu zittern begann. Ich kenne das, wenn ich vor gro\u00dfen Rennen an den Start gehe, dass ich etwas fr\u00f6steln. Doch ich war nicht nur aufgeregt, sondern mich begr\u00fc\u00dfte ein fast Sternen klarer Himmel mit 3\u00b0 Grad Au\u00dfentemperatur. Als wir am Schwimmstart angekommen waren, hatte sich das Thermometer ermutigt 4\u00b0 Grad anzuzeigen. Bis zu diesem Tag hatte ich noch nie so kalte Wetterverh\u00e4ltnisse vorgefunden. So bekam der Begriff \u201eWarmlaufen\u201c eine ganz neue Bedeutung f\u00fcr mich, denn danach war mir dann auch wirklich zum ersten Mal wieder warm.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Um 6:40 folgte der Startschuss in der ca. 15\u00b0 Grad waren Thames und ein paar Minuten zuvor sprangen wir in das Wasser, was unter den kalten Umst\u00e4nden wirklich angenehm ist. Normaler Weise sind 15\u00b0 kalt, aber wenn die Luft noch einmal \u00fcber 10\u00b0 k\u00e4lter ist, dann f\u00fchlt sich das Wasser angenehm warm an.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Schon kurz nach dem Startschuss setzten sich drei Athleten ab und verschwanden schlagartig im Nebel. Direkt vor mir schwamm Lothar Leder, der genauso wie ich ziemliche Probleme mit der Orientierung hatte. Die erste H\u00e4lfte der Schwimmstrecke schwammen wir gegen die Str\u00f6mung und die zweiten mit der Str\u00f6mung, die jedoch nicht sehr stark war. Nach der Wende merkte ich wieder, wie ich mein Tempo besser als die anderen halten konnte und somit kam ich als vierter Gesamt nach 53 min aus dem Wasser. Die Zeit war zwar nicht sehr schnell, aber die erste Gruppe mit Bayliss und Farlow hatten auch 48 min f\u00fcr die 3,8km gebraucht. Diese schwimmen meist um die 45min. Dass meine Schwimmzeit <span>\u00a0<\/span>ganz gut war, ist auch daran zu sehen, dass ich vor Lothar Leder und Christophe Bastie aus dem Wasser stieg.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><a href=\"http:\/\/michi-arenas-forero.de\/wp-content\/uploads\/henley.jpg\" title=\"Schwimmausstieg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/michi-arenas-forero.de\/wp-content\/uploads\/henley.jpg\" alt=\"Schwimmausstieg\" \/><\/a><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Was mich nach dem Schwimmen dann erwarten w\u00fcrde, war f\u00fcr mich v\u00f6llig neu.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Die Sonne war erst kurz vor dem Schwimmziel leicht zu sehen und hatte noch keinen gro\u00dfen Einfluss auf die Witterung genommen. Schlagartig war es mir auf dem Rad eiskalt und meine F\u00fc\u00dfe und Beine schmerzten vor K\u00e4lte. Oben rum packte ich mich in eine Weste und \u00c4rmlinge ein und merkte sehr gut die Wirkung. Doch an ein Gef\u00fchl in den Beinen war nicht zu denken. Die ersten 40km fuhr ich einfach nur auf dem Rad und hoffte, dass es mir ein wenig w\u00e4rmer wurde. Ein richtiges Empfinden der Belastung war dabei fast nicht m\u00f6glich, da die Beine ab dem Ges\u00e4\u00df wie taub wirkten. Mit ansteigenden Temperaturen und der st\u00e4ndigen Bewegung kam dann doch ein Gef\u00fchl von Belastung und W\u00e4rme zur\u00fcck. Dies war auch unwahrscheinlich wichtig, denn die Radstrecke w\u00fcrde alles von mir abverlangen. Mit ihren 1800HM geh\u00f6rt sie zu den etwas schwereren Radkursen auf der Langdistanz. Dabei sind drei Runden a\u00b460km vorgesehen, die \u00fcber das beeindruckende Hinterland um Henley f\u00fchren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Meinen Rhythmus fand trotz all der Umst\u00e4nde schnell und lies zudem auch eine sechs Mann gro\u00dfe Gruppe, in der der sp\u00e4tere Sieger mit dabei war, an mir vorbeiziehen. So fuhr ich die 180km fast komplett alleine und hatte absolut mein eigenes Rennen vor mir. Nach ca. 140km war f\u00fcr mich der Punkt gekommen, bei dem ich am liebsten umgedreht h\u00e4tte, um direkt zum Ziel zu rollen und die Beine hoch zu legen. Doch ein vorzeitiges Beenden des Rennens kam f\u00fcr mich bis zum diesen <span>\u00a0<\/span>Zeitpunkt nicht in Frage, so wie es an diesem Tag viele machten. Die letzten 40km waren <span>\u00a0<\/span>eine der h\u00e4rtesten und ich hoffte nur noch schnellst m\u00f6glich vom Rad absteigen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Als neunter Gesamt und mit einer Radzeit von 5:12h wechselte ich zum abschlie\u00dfenden Laufen. Rein vom K\u00f6rpergef\u00fchl her war ich ganz sch\u00f6n am Ende, aber ich dachte, dass ich alles noch ein wenig umdrehen k\u00f6nnte. Leider war das nicht so und daher kam ich auf den insgesamt 4 Runden nicht wirklich in Schuss. Dass ich mit meinem Lauf nicht zufrieden sein kann, muss ich hier nicht allzu sehr erw\u00e4hnen. Mir fehlte zwar nach Roth einiges an Laufkilometer, aber schneller als 3:44h sollte ich schon laufen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><a href=\"http:\/\/michi-arenas-forero.de\/wp-content\/uploads\/henley-lauf.jpg\" title=\"Henley Lauf\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/michi-arenas-forero.de\/wp-content\/uploads\/henley-lauf.jpg\" alt=\"Henley Lauf\" \/><\/a><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Als 15. Gesamt bei den M\u00e4nnern lief ich nach 9:53h in das Ziel ein und musste zudem noch den ersten beiden Frauen den Vortritt lassen. Das M\u00e4nnerrennen gewann Petr Vabrousek mit einem \u00fcberragenden Marathon.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Mit meinem Rennen bin ich auf Grund der Umst\u00e4nde zufrieden, au\u00dfer \u00fcber den abschlie\u00dfenden Marathon. Ich denke, dass mir die K\u00e4lte so viel Energie entzogen hatte, dass ich bis zum Laufen schon zu leer war. Zufrieden mit mir bin ich auch deswegen, dass ich das Rennen durchgezogen habe und nicht ausgestiegen bin.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Ich m\u00f6chte mich bei Alan und seinem ganzen Team f\u00fcr das wundersch\u00f6ne Rennen und die erfolgreiche gegl\u00fcckten Premiere bedanken. Meiner Partnerin f\u00fcr den super Support , Kathrin und Felix und all meinen Unterst\u00fctzern und Sponsoren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">F\u00fcr mich ist jetzt erst einmal Saisonpause angesagt. Erholen und die Dinge abarbeiten, die das ganze Jahr sich durch das viele Training angesammelt haben.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">&nbsp;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Bis bald<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Euer Michi Hofmann<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">&nbsp;<\/p>\n<pre class=\"moz-signature\" cols=\"72\"><\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr viel habe ich nicht zwischen Challenge Roth und Challenge Henley von mir h\u00f6ren lassen. 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